A lo Cubano – Wenn Journalisten nach Kuba reisen

„Berichten Sie objektiv – aber mit kubanischer Objektivität, nicht mit der deutschen!“ Begleitet von diesen Worten werden Stempel in die Pässe von elf Journalisten gedrückt. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass einer internationalen Gruppe aus Radio-, Online- und Printjournalisten Pressevisa für einen Besuch auf Kuba gewährt werden.

Der Preis ist ein Programm, wie es sich die kubanische Botschaft wünscht. Auf der Insel finden sich die Journalisten in einer Aneinanderreihung von Terminen wieder, die scheinbar alle gleich enden: eine kleine musikalische Vorführung, Mojitos, Häppchen.
Unterdessen sitzt im Zentrum von Havanna ein 80-jähriger Mann in seiner Wohnung und trinkt Tee. Professor Gabriel Callafora – ehemaliger Diplomat, Wissenschaftler, Oppositioneller – erinnert sich an die Revolution und ihre Folgen. Er wirft einen ungeschönten Blick auf das Kuba von gestern und heute – und erzählt, warum er trotzdem niemals auswandern würde.

Auf der Suche nach authentischen Themen und verfolgt von dem Druck, Geschichten zu liefern, treffen die Journalisten an einem Montagabend Callafora in seinem legendären Debattierclub. Zwei kubanische Realitäten treffen aufeinander – wie passen sie zusammen?